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Neueste Beiträge

erstellt von pem zuletzt verändert: 11.10.2012 08:56

Hier finden Sie die neusten Beiträge aller Schreibenden

Im Biblioblog schreiben reformierte und katholische Theologinnen und Theologen Wissenswertes und Provokatives, Nachdenkliches und Aufmunterndes zu biblischen Texten. Die Beiträge entstehen im Alltag, bei der Arbeit, beim Lesen oder Reisen ... Sie sind nach Bibelstellen abrufbar, indem im Feld rechts auf das entsprechende Wort geklickt wird.

Autoren: Brigitte Schäfer wtb@ref.ch; Angela Wäffler-Boveland wtb@ref.ch; Dieter Bauer dieter.bauer@bibelwerk.de; Peter Zürn peter.zuern@bibelwerk.ch; Thomas Markus Meier thomasmarkus.meier@ag.kath.ch

 

Nicht alles auffischbar im Netz erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 22.05.2013 10:31
Für viele war es der Einstieg in die Bibel: Dorés bildmächtige hell-dunkel/schwarz-weiss Illustrationen. (Quasi das Licht-Schatten Gegenmodell zu den linearen Darstellungen des Julius Schnorr von Carolsfeld). Les‘ grad die bekannte Doré-Biografie des Konrad Farner – und vermisse öfter das Bild zu Beschreibung. Etwa die Serie zu Ahasver, der Legendem vom „Ewigen Juden“. Im Internet aber sind nur ein/zwei Beispiele auffindbar. Doré nun hatte in England grösseren Erfolg als in Frankreich – und siehe da, ein englischer Bildband beschert mir nicht alle, aber doch einige Bilder mehr… Wie so oft gilt es heute, Texte oder Bilder punkto Judentum gegen den Strich zu lesen. Hier zeigt der kreuzschleppende Jesus auf Ahasver. Lesbar als „Verheissung“: Es wird nie aufhören mit dem Leidtragen – du wirst mein (wirklicher) Nachfolger sein, gepeinigt von meinen (vermeintlichen) Anhängern.
Comic-Bibeln erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 20.05.2013 15:11
Nächsten Donnerstag biete ich in Aarau einen Kursabend an: Zur Bibel in verschiedenen Comics. Interessant, wo die Bildergeschichten (wie im Midrasch) verschiedene Bibel-Geschichten miteinander ins Gespräch bringen – und wo die Bilder selber in einer langen Bildtradition stehen. Etwa öfter die Schlange noch mit Gliedmassen. Weil ja das „Am-Boden-Kriechen“ erst Folge der Strafe ist… Folgende byzantinische Miniatur zeigt die Schlange fast giraffenartig – rot markiert die spätere Figur.
Ach-Weh-Allergie erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 06.05.2013 15:05
Stockte bei der Pfingst(Radio-)predigt. Die Leseordnung inspirierte mich kaum. Wer allererstmals keinen der vorgeschrieben Texte auslegen, ebensowenig einen (wie sonst fast ausnahmslos) erttestamentlichen, und eine weitere Premiere ist, dass ich Bibel-Zitate nicht durch einEn SprecherIn lesen lasse. Hat vielleicht alles mit Pfingsten zu tun?! Item: Als Einstimmung las ich dann von Felix Senn den Traktat "Der Geist, die Kirche und die Hoffnung".
Fusswaschung erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 29.04.2013 10:56
Wer Fusswaschung hört, denkt schnell an die johannäische Abendmalsszenerie. Jesus wäscht den Jüngern die Füsse (und Petrus die Kappe?). Untenstehender Holzschnitt zeigt eine Fusswaschung, die so explizit NICHT überliefert ist in der Bibel… Und in Unschuld darf sich der Zaungast später dann die Hände auch nicht waschen. Kunstgeschichtlich find ichs gekonnt, wie mit wenigen Strichen das Unterwasser gezeigt wird. Es gibt’s ja auch, nach gewissen Geschehen, dass mann/frau untergetaucht sein möcht. Immer wieder faszinierend, wie wasserklar die Bibel solches nicht ausblendet und verschweigt.
Zwischen Ostern und Himmelfahrt erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 29.04.2013 08:46
Zwei eher ungewöhnliche Osterdarstellungen: Nicht die Begegnungen des Auferwecken mit seinen Jüngerinnen und Jüngern, nicht die Erinnerungen ins Bild gebracht, wie sie die Apostelgeschichte und die Evangelien beschreiben… sondern die Weiterentwicklungen der frühen Kirchen- und Dogmengeschichte (vgl. das neuste WUB-Heft: „Streit um Jesus. Gott und Mensch?“). Die beiden Holzschnitte von Lucas Cranach d. Ä. zeigen das Christkind über dem Grab. Krippe und Kreuz mal nicht in einem Weihnachtsbild, sondern einem Osterbild kombiniert. Fast schon berserkerhaft dann Christus in der Vorhölle. Die Pforte des Totenreiches öffnen sich nicht einfach spielend, sondern der Heiland muss da kräftig Hand anlangen. Wie bei der Austreibung der Händler im Tempel ist er gepackt von einem heiligen Zorn. Da dringt noch etwas historisch-menschliches ins mythisch-überhöhte.
Übersetzungsglück erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 24.04.2013 09:39
Nach wie vor: Die Allioli-Übersetzung in vielen Kunstbibeln, wohl eingescannt, hat einige unverzeihliche Druckfehler… Nicht nur die „rinder-gebärdende Eva“, sondern auch in Amos 6,14 wird Israel gerügt, dass es „Richtigem“ nachlaufe, statt „Nichtigem“. Dabei gehen schöne Vulgata-Formulierungen fast vergessen. Wenn etwa Ortsnamen nicht historisch, sondern als zusätzliches Interpretament übersetzt werden. Im 1. Micha-Kapitel tauchen so unvermittelt die BewohnerInnen des Schweizer Städtchens Zug auf…
Neues Testament am Anfang oder am Ende? erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 22.04.2013 09:36
Der Diözesanvorstand des SKB Basel besuchte letzten Freitag die „Bibelstadt“ Stuttgart. Bei der Bibelgesellschaft erfuhren wir von neuen Bibelausgaben in der Pipeline. Etwa die „Basisbibel“ oder die „Neue Genfer Übersetzung“. Beide gibt’s schon als NT+Psalmen.
Eine etwas andre Gottesgeburt erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 05.04.2013 14:42
„Sollte ich, der die Frauen gebären lässt, ihnen den Schoss verschliessen?“ – so fragt Gott im letzten Kapitel des Jesaja-Buches (Jes 66,9). In der Vulgata des Hiernonymus wird das ganz anders übersetzt: „Soll ich, der ich andere gebären mache, selbst nicht gebären?“ Und weiter: „...ich, der ich andern Nachkommenschaft verleihe, unfruchtbar sein?“
Der Auferstandene in Kreis der Nachfolgenden erstellt von Angela Wäffler-Boveland — zuletzt verändert: 04.04.2013 13:52
Lk 24,36-49 als Leiblichkeit lesen, die irgendwie doch in der Schwebe bleibt.
Spinnrocken-Evangelium erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 05.04.2013 15:20
Aus einer Vorrede aus einem Volksbuch aus dem Jahr 1537: „Weil die erste Frau als edle Gestalt geschaffen und vollendet worden ist, deswegen sind alle Frauen von Natur aus edel, schön, fein, häuslich, lebensvoll, ja so scharf- und feinsinnig, dass sie genau Bescheid wissen“ –
Es kommt auf die Blickrichtung an erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 20.03.2013 09:50
...so eine wichtige Botschaft meiner Radiopredigt zu Palmsonntag. David (links) schaut hoch zum Kreuz. Läsen wir aber Psalm 22 NUR auf die Passion Jesu hin, dann fehlten die Stiere von Baschan, der Löwe. Die Blickrichtung im Sinne einer Vorherschau kann problematisch sein. Ganz anders der Blick Jesu: Sein Leiden wird gedeutet auf dem Hintergrund von Psalm 22. Die Schrift wird lesbar auf das aktuell Erfahrne - als EINE, nicht als DIE EINZIGE Möglichkeit. Und: Christi Leiden öffnet den Blick für anderes Leid...
Der Büffel als Einhorn - eine radiophone Bildmeditation erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 12.03.2013 17:30
Am Palmsonntag hab ich Radiopredigt. Die Lesung wär die selbe meiner vorletzten Radiopredigt - weiche also aus und wähle den Antwortpsalm. Psalm 22, Jesu Leidenspsalm. Versuche eine Bildbetrachtung - und das am Radio. Etwa die Büffel, die den Heiland bedrängen. In der Vulgata wird aus den Büffeln ein Einhorn. Siehe Bild... Und meine Predigt macht aus dem Palmsonntag einen Psalmsonntag ;-)
Gestillt oder entwöhnt? erstellt von Peter Zürn — zuletzt verändert: 12.03.2013 17:29
Psalm 131 zeichnet ein Bild von Gottesbeziehung - für die Seele bei Gott. Zeigt das Bild einen Säugling, der völlig auf die Versorgung durch die Mutter angewiesen ist oder zeigt es ein entwöhntes Kind, das auch festere Nahrung verdauen und Zeiten aushalten kann, in denen es nicht sofort befriedigt wird?
ANIMALI erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 08.03.2013 09:20
Im Landesmuseum grad eine Ausstellung zu Tieren und Fabelwesen. AUCH ein Beispiel für Europas Prägung durch Athen und Jerusalem - das Erbe aus Antike und Bibel...
Aus José Samarago: Kain erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 06.03.2013 09:31
„Zu jener Zeit waren Verwünschungen wahre literarische Meisterwerke, sowohl in der Kraft ihrer Intention als auch in der Ausdrucksform, in der sie sich niederschlugen, und wäre Josua nicht ein so durch und durch roher Mensch gewesen, könnten wir ihn uns heute zum stilistischen Vorbild nehmen, zumindest was das wesentliche, von der Moderne so selten in Anspruch genommene Rhetorikkapitel der Flüche und Verwünschungen angeht.“ Der ganze Roman eine Anfrage an Gott – und an die Bibel. Tut gut, sich von einem Atheisten mal wieder das Sperrige vorführen zu lassen. Auch wenn viel Schwieriges / Schreckliches in der Bibel „nur“ litararische Fiktion ist, so lehrt Samaragos Fiktion wieder neu das Fürchten…
***Vaseline***es läuft wie geschmiert***Vasella***es läuft wie geschmiert***Vaseline*** erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 06.03.2013 09:32
Einst hätte er Radioprediger werden sollen, bei Radio Vatikan. Ich hatte umgehend der Redaktion ein zorniges Mail geschickt, und (lateinisch!) den Jakobusbrief zitiert. Die Mahnung, sich nicht blenden zu lassen von den Grosskotzenten, sozusagen. Tags drauf schon ein Dementi. Nicht etwa wegen meinem Mail, sondern weil man im Vatikan mittlerweile herausgefunden hatte, dass Novartis AUCH die PILLE produziert. Ja, wie ist das nun mit dem Reichtum? Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Reich der Himmel. 1331 hat der Zisterziensermönch Guillaume de Digulleville einen Traum / eine Vision, über die (Lebens-)Reise ins himmlische Jerusalem. Dort sieht er einen Schlupfweg, wie ein Kamel doch noch durchs nadelöhr kommt, rsp. ein Reicher in den Himmel. Petrus lässt ein durch das Loch in der Stadtmauer – allerdings muss mann/frau sich ganz arm machen. Sogar die Kleider ausziehen, so eng ist der Durchschlupf. Ein 42-Mio-„Verzicht“ reicht da nicht, Herr Fast-Prediger Vasella!
40 Tage... erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 24.02.2013 14:46
Die 40 Tage Tastenzeit vor Ostern erinnern an 40er-Zeiten in der Bibel: 40 Jahre Wüstenwanderung, davon 38 Jahre langweilig und ereignislos (so meine Predigt Sonntag in einer Woche in Riniken anlässlich der Bibelausstellung); oder 40 Tage Verhöhnung und Unwohlsein: Im Vorfeld des Kampfes David gegen Goliath. Wir lesen biblische Geschichten öfter mal im Schnellzug Tempo. Und überlesen dann, wie geschlagene 40 Tage lang Goliath immer die Israeliten herausforderte. Wie muss es Goliath ergangen sein, 40 Tage auf Geheiss zu verhöhnen? Wie muss es überhaupt Goliath ergangen sein? Ein neuer Comic zeigt die 40 Tage aus der Gegensicht. Lakonisch. Kriegskritisch. Tragisch.
Nachgeliefert: Bild aus Uta-Codex erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 20.02.2013 17:24
Bin am Üben, Bilder einzufügen ;-) Da sehen wir in einem kleinen Eckmedaillon Christus als das schöpferische Wort, von Gott nicht am Wickel genommen, sondern am Heiligenschein gehalten. Zwischen Christus und Land und Wasser spannt sich das Sternenband. Ozean fläzt sich lässig auf einem Meeresungeheuer (gar dem Leviathan?)
Nach hinten gestrählt erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 20.02.2013 11:52
Die Hirten auf dem Felde: Kein frommes Gesäusel, sondern was sie hören, lüpft ihnen den Hut, und strählt die Haare nach hinten.
Übersetz(ung)en erstellt von Thomas Markus Meier — zuletzt verändert: 18.02.2013 09:39
Das wird Thema sein des nächsten „Bibel heute“ –Heftes. Bin gespannt. Denn Übersetzungen sind nicht nur ein Hilfsmittel, das sich „nur“ annähert ans Original, sondern sie können dieses auch erweitern, weiterführen.
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